Frequently Asked Questions

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Die Osteochondrosis Dissecans (OCD) Die Osteochondrose (Degeneration von Knochen- und Knorpelgewebe) umfasst eine Gruppe von Krankheiten, die das wachsende Skelett und dessen Gelenkknorpel betreffen. Im Verlaufe der Erkrankung kommt es, beginnend mit einer gestörten bzw. verlangsamten Verknöcherung (Ossifikation) tiefer liegender Knorpelschichten im wachsenden Skelett, zu einer Verbreiterung und Durchblutungsstörung darüber liegender einzelner Knorpelabschnitte. Es kann zur Loslösung mit Bildung eines sogenannten Dissecats (freies Knorpelstück) kommen (Osteochondrosis dissecans = OCD). Die genaue Entstehung für die Osteochondrose und ihre Endform, die Osteochondrosis dissecans (OCD), ist bisher nicht genau bekannt. Mehrere Theorien werden vordergründig diskutiert: 1. konstitutionelle Disposition ( genetischer Faktor):
Z.B durch Züchtung großrahmiger Linien. Eine poylgenetische konstitutionelle
und rasseabhängige Disposition (Veranlagung) wird vererbt.

2. mechanisch traumatische:
Verletzung des Gewebes durch Trauma. 3. Gefäßbedingt: Die Knorpelschädigung ist Folge einer unzureichenden Gefäßversorgung des Knorpels. 4. Aufzucht- und Fütterungstheorie: Rasantes frühjugendliches Knochenwachstum infolge hochkaloriescher Fütterung mit überhöhter Eiweiß- und Vitaminfütterung sowie überhöhten Kalziumgaben führen zu einem vermehrten Wachstum von Knorpelzonen, die in ihrer Dicke zunehmen. Die untersten Schichten werden nicht mehr ausreichend mit Gelenksflüssigkeit versorgt. Die Knorpelzonen beginnen sich dadurch zu lösen und enden dann, infolge von Krafteinwirkungen, als sogenanntes Dissecat (freier Gelenksanteil, Gelenksmaus). Die Gelenks-Osteochondrosen werden an Stellen im Gelenk festgestellt, die besonders stark beansprucht werden. Grundsätzlich kommt die OCD in nahezu allen Gelenken vor. Am häufigsten tritt sie im Schulter-, Ellbogen-, Sprung- und Kniegelenk auf. Meist sind schnellwachsende, junge Hunde mittelgroßer bis großer Hunderassen betroffen (z.B. Labrador, Bernhardiner, Dogge, Bobtail). Es gibt aber auch Fälle bei kleineren Rassen (z.B. Border Collie, Bearded Collie). Bei Rüden kommt die Krankheit häufiger vor. Die Gelenksveränderungen beginnen meist ab dem 4. Lebensmonat. Klinische Lahmheit zeigt sich häufig erst zwischen dem 6-8. Lebensmonat. OCD-Schultergelenk Die OCD des Schultergelenkes kann einseitig oder beidseitig auftreten. Typischer Weise beginnt die Lahmheit spontan ab dem fünften Lebensmonat und kann durch ein Trauma, durch das sich vorgeschädigtes Knorpelgewebe löst, offensichtlich werden. Es entsteht eine Stützbeinlahmheit mit verkürzter Vorführphase der betroffenen Gliedmaße. Im Stand wird die betroffene Gliedmaße meist entlastet. Bei fortschreitender Erkrankung beginnt ein sichtbarer Rückgang der Schultermuskulatur. In einigen Fällen ist die Lahmheit unterbrochen von lahmheitsfreien Phasen oder fehlt lange Zeit. Die Diagnose erfolgt einerseits durch die klinische Untersuchung des betroffenen Gelenkes und zum anderen durch Röntgendiagnostik des Schultergelenkes. Röntgenaufnahmen von guter Qualität bei exakter Lagerung sind Voraussetzung für die Diagnose.
Im Rahmen der Zuchtuntersuchungen sollten entsprechende Aufnahmen ab dem zwölften Lebensmonat angefertigt werden. Hunde mit Lahmheiten sollte aber in jedem Alter untersucht bzw. geröntgt werden. Zur röntgenologischen Darstellung der Schultergelenke wird der Hund auf die Seite des betroffenen Gelenkes gelegt. Die Vordergliedmaße wird gestreckt, um Überlagerungen mit dem Brustkorb zu vermeiden. Der Strahlengang erfolgt mediolateral (von innen nach außen). Wichtig ist es, beide Schultergelenke zu röntgen, da die OCD auch häufig beiderseits auftritt. Bei befallenen Gelenken sieht man typischer Weise eine Veränderung der Kontur des subchondralen Knorpels (Knochen-Knorpel-Übergang) in Form einer kraterförmigen Vertiefung (Bild 2).
Im fortgeschrittenen Stadium erscheinen Ränder der Knorpelzone aufgehellt und gut abgegrenzt. Zudem schreitet in vielen Fällen die Arthrosebildung fort, die ebenfalls am Gelenk sichtbar wird. Bild 1: Normales Schultergelenk Bild 2: Kraterförmige Vertiefung des Knorpels im Schultergelenk (OCD) Unter gewissen Umständen, insbesondere bei Unklarheiten, sind weiterführende Untersuchungen wie Arthoskopie (Gelenkspiegelung) sowie Untersuchungen der Gelenksflüssigkeit sinnvoll. Die konservative Therapie beinhaltet hauptsächlich Bewegungseinschränkung und kann durch die Gabe von entzündungshemmenden Medikamenten ergänzt werden. Dieser Behandlungsversuch kann bei Tieren bis zum 7. Lebensmonat unternommen werden, solange sich der Krankheitsprozess in der Entwicklungsphase befindet. Löst sich die Knorpelschuppe (Dissecat) spontan, kann es zur Abheilung des darunter liegenden Knorpelgewebes kommen und eine Beschwerdefreiheit eintreten. Das abgelöste Knorpelstück (Dissecat) wird entweder enzymatisch abgebaut, oder es mineralisiert und verbleibt als Gelenkmaus, ohne weitere Probleme im Gelenk zu verursachen. Bleibt die Lahmheit jedoch für mehr als 4-6 Wochen bestehen, so sollten chirurgische Therapien, die das Entfernen de Knorpelstückes und die Sanierung der Knorpelläsion beinhalten, erwogen werden. Insbesondere im Kniegelenk ist es sogar möglich, durch Knorpeltransplantationen einen vollständig intakten Knorpel wieder herzustellen. Hinsichtlich der Vererblichkeit, die für die Osteochondrose angenommen wird, sollte insbesondere auf die Zucht von Linien mit übermäßigen Körperbau verzichtet werden. Zudem ist es ratsam durch gezielte reduzierte Fütterung bei gefährdeten Tieren (großrahmig, schnellwüchsig) dass Wachstum zu verlangsamen, da das Risiko der OCD insbesondere bei schnellem Wachstum und hochenergetischer Fütterung steigt.





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